ROHDE Elektrotechnik

Batteriebericht

Prüfberichte für Notlichtanlagen aus Messungen des Fluke BT521

Handbuch zur Fassung 2.23.0 · Stand 10.08.2026

1 Überblick

Wofür das Programm da ist und wie eine Prüfung von Anfang bis Ende durchläuft.

1.1 Wofür Batteriebericht da ist

Batteriebericht nimmt die Messungen des Fluke BT521 und macht daraus einen Prüfbericht für Notlichtanlagen — als Word-Datei, als PDF oder beides. Dazu kommt alles, was zu einer Prüfung sonst noch gehört: die Checkliste nach DIN VDE 0108, festgestellte Mängel, Leuchtenstörungen, Fotos und die Fälligkeit der nächsten Prüfung.

Das Programm arbeitet vollständig auf dem eigenen Rechner. Es braucht kein Internet, keinen Dienst und kein Konto — bei einer Wartung im Keller ist ohnehin keine Verbindung da.

Das Dashboard nach dem Start: Kennzahlen, letzte Messungen, Zustandsübersicht und die fälligen Prüfungen.
Das Dashboard nach dem Start: Kennzahlen, letzte Messungen, Zustandsübersicht und die fälligen Prüfungen.

Was das Programm nicht tut

  • Es misst nicht selbst — gemessen wird mit dem BT521.
  • Es ersetzt keine Fachkenntnis. Die Grenzwerte sind ein Vorschlag, keine Vorgabe; der Bericht trägt die Unterschrift des Prüfers.
  • Es verschickt nichts und lädt nichts hoch.

1.2 Der Ablauf einer Prüfung

Eine vollständige Prüfung läuft in fünf Schritten ab. Die Reihenfolge ist nicht zwingend, aber sie erspart Nacharbeit.

SchrittWoWas passiert
1 Messenam ObjektInnenwiderstand und Entladung mit dem BT521 aufnehmen. Die AnlagenID am Notlichtgerät ins Feld „Gerätename“ eintragen.
2 HereinholenVom Gerät ladenMessprofile per USB übernehmen — oder aus Fluke Battery Management importieren.
3 ZuordnenObjekte & AnlagenNeue Anlagen einmal einem Objekt zuordnen. Ohne Zuordnung gibt es keinen Vergleich zur Vormessung.
4 AbhakenPrüfprotokollDie Checkliste durchgehen, Leuchtenstörungen erfassen, Fotos ablegen.
5 BerichtBericht erstellenUmfang und Format wählen, Bericht erzeugen, unterschreiben.

2 Messungen hereinholen

Zwei Wege führen in die Ablage: direkt vom Gerät oder über die Fluke-Software.

2.1 Vom Gerät laden

Im Programm: Vom Gerät laden

Der schnellste Weg. Das BT521 per USB anschließen und einschalten, dann auf „Gerät suchen“ tippen. Das Programm liest die Profile über die Textkonsole des Geräts aus.

Solange kein Gerät gefunden ist, steht hier nur der Suchknopf. Danach erscheint die Liste der Profile.
Solange kein Gerät gefunden ist, steht hier nur der Suchknopf. Danach erscheint die Liste der Profile.

Gesichert oder nur auf dem Gerät

Die Liste unterscheidet, was schon in der Ablage liegt und was nur auf dem Gerät steht. Das Gerät selbst liefert dafür keinen Zeitstempel, deshalb merkt sich das Programm jede Übertragung und gleicht sie mit den vorhandenen Messungen ab. Im Zweifel gilt ein Profil als „nur auf dem Gerät“ — lieber einmal zu viel übertragen als eine Messung verlieren.

2.2 Import aus Fluke Battery Management

Im Programm: Vom Gerät laden

Wer die Messungen schon mit Fluke Battery Management heruntergeladen hat, holt sie über „Aus Fluke Battery Management übernehmen“ herein. Das Programm liest deren Datenbank und übernimmt alles, was noch nicht in der Ablage steht.

Der Weg funktioniert auch später jederzeit: bereits vorhandene Messungen werden erkannt und nicht doppelt angelegt.

2.3 Objekte und Anlagen

Im Programm: Objekte & Anlagen

Batteriebericht kennt drei Ebenen. Ein Objekt ist das Gebäude oder der Kunde — etwa STO1 oder LUX HAUS. Eine Anlage ist das einzelne Notlichtgerät darin, etwa 1.OG MB2. Eine Messung gehört zu genau einer Anlage.

Je Objekt ein Kasten mit Prüfintervall und Fälligkeit, darunter die Anlagen.
Je Objekt ein Kasten mit Prüfintervall und Fälligkeit, darunter die Anlagen.

Warum die Zuordnung wichtig ist

  • Nur zugeordnete Messungen finden ihre Vormessung — und damit den Vergleich im Bericht.
  • Der Verlauf des Innenwiderstands über die Jahre hängt an der Anlage.
  • Fälligkeit und Prüfintervall hängen am Objekt.
  • Der Sammelbericht fasst alle Anlagen eines Objekts zusammen.

Namen aufteilen

Beim ersten Start schlägt das Programm eine Aufteilung vor: aus „STO2 1.OG MB2“ wird das Objekt STO2 und die Anlage 1.OG MB2. Der Vorschlag lässt sich vor der Übernahme ändern. Zusammengesetzte Objektnamen wie „LUX HAUS“ erkennt das Programm, sobald das Objekt einmal existiert.

Aufräumen

Eine versehentlich angelegte Anlage lässt sich löschen, solange keine Messung daran hängt; ein Objekt, solange keine Anlage darin steht. Messwerte wegzuwerfen ist keine Aufräumaktion — deshalb weigert sich das Programm in dem Fall und sagt, was zuerst zu tun ist.

Auffälligkeiten

Über der Liste meldet das Programm, was nach einem Eingabefehler am Gerät aussieht: derselbe Anlagenname unter zwei Gerätenummern, oder zwei gemessene Batterien in einer Anlage mit zweiunddreißig Messplätzen. Gemeldet wird nur — geändert wird nichts.

3 Prüfen und bewerten

Wie das Programm eine Messung beurteilt, wie sich die Schwellen ändern lassen und wie die Checkliste funktioniert.

3.1 Die Liste der Messungen

Im Programm: Messungen

Unter „Messungen“ stehen alle Messungen, neueste zuerst. Filter gibt es nach Objekt, Status und Zeitraum; das Suchfeld greift auf Anlagen- und Objektnamen.

Je Zeile eine Messung mit AnlagenID, Anzahl Batterien, Median und Bewertung.
Je Zeile eine Messung mit AnlagenID, Anzahl Batterien, Median und Bewertung.

Die Spalte AnlagenID ist die Nummer, die am Notlichtgerät steht. Sie kommt aus dem Feld „Gerätename“ des BT521 — nicht aus dessen Seriennummer. Wer sie am Gerät sauber einträgt, findet die Anlage später ohne Suchen wieder.

3.2 Wie bewertet wird

Im Programm: Grenzwerte

Der Innenwiderstand wird gegen den Median der jeweiligen Anlage bewertet, nicht gegen einen festen Wert. Der Grund ist praktisch: in einer Anlage stehen unterschiedliche Batterietypen nebeneinander — 7 Ah neben 33 Ah — und die haben verschiedene Normalwerte. Ein fester Grenzwert gäbe bei der einen Bauform Fehlalarm und ließe bei der anderen Defekte durch.

BewertungBedeutungVorgabe
In OrdnungInnenwiderstand im Rahmen der Anlage
Warnungdeutlich über dem Median, beobachtenab +25 % (IEEE 1188)
Austauschweit über dem Median, tauschenab +50 % (IEEE 1188)
Nicht messbardas Gerät konnte keinen Wert erfassen

Nicht messbar ist kein bestanden

Wenn das BT521 keinen Innenwiderstand erfassen konnte, schreibt es eine Null in die Datei. Eine Null wäre als Messwert ein perfekter Wert — sie ist aber das Gegenteil, nämlich das Fehlen einer Messung. Das Programm erkennt das am Gültigkeitsbit des Geräts und zählt solche Werte weder als bestanden noch in den Median.

Entladeschlussspannung

Unabhängig vom Innenwiderstand prüft das Programm die kleinste Spannung, die ein 12-V-Block während der Entladung erreicht hat. Unterschreitet sie die Warnschwelle, gilt die Messung als auffällig, auch wenn alle Innenwiderstände in Ordnung sind.

3.3 Grenzwerte anpassen

Im Programm: Grenzwerte

Die Schwellen für Innenwiderstand, Entladeschluss und Temperatur stehen unter „Grenzwerte“. Es gilt entweder die Bewertung gegen den Median (empfohlen) oder gegen feste mΩ-Werte — die jeweils andere Gruppe ist ausgegraut, damit klar ist, was gerade wirkt.

Links die Schwellen, rechts die Vorschau: was sich durch die Änderung an allen bisherigen Prüfungen ändern würde.
Links die Schwellen, rechts die Vorschau: was sich durch die Änderung an allen bisherigen Prüfungen ändern würde.

Die Vorschau rechts rechnet die Wirkung sofort durch: wie viele Messwerte heute in Ordnung, in Warnung und im Austausch stehen — und wie viele es mit den eingestellten Werten wären. Erst „Grenzwerte speichern“ übernimmt sie.

3.4 Das Prüfprotokoll

Im Programm: Messungen

Das Prüfprotokoll ersetzt das Blatt, das bisher ausgedruckt und mit dem Kugelschreiber abgehakt wurde. Zu erreichen ist es über eine Messung: „Bericht erstellen“ → „Prüfprotokoll öffnen“.

Dreiundzwanzig Prüfpunkte in Gruppen, je Punkt drei Zustände und ein Feld für Anmerkungen.
Dreiundzwanzig Prüfpunkte in Gruppen, je Punkt drei Zustände und ein Feld für Anmerkungen.

Drei Zustände je Punkt

ZustandBedeutung
i.O.geprüft und in Ordnung
Mangelgeprüft, etwas stimmt nicht — Anmerkung dazuschreiben
entfälltan dieser Anlage nicht zutreffend

Ein Punkt, der nicht angeklickt wurde, bleibt offen und steht auch im Bericht als offen. Ein Protokoll, das Unbearbeitetes stillschweigend als erledigt ausweist, wäre schlimmer als gar keins.

Betriebsdauer

Die Nenndauer der Anlage — eine Stunde, drei, acht — gehört in den Kopf des Protokolls. Sie ist je Anlage verschieden, deshalb nennt die Checkliste selbst keine festen Minutenmarken.

Leuchtenstörungen, Blatt 2

Defekte Leuchten kommen mit Standort in den eigenen Bereich darunter. Der Standort ist Pflicht — beim nächsten Mal soll die Leuchte wiederzufinden sein.

Was offen bleibt, bleibt offen

Beim nächsten Prüftermin zeigt das Protokoll oben, was aus der vorherigen Prüfung noch offen ist, und bietet an, es zu übernehmen. Ein Mangel, der nicht ausdrücklich abgehakt wird, verschwindet nicht — und seine Standzeit läuft ab dem ersten Auftreten.

3.5 Fotos

Im Programm: Objekte & Anlagen

Ein Bild vom Schaden ist bei der Übergabe mehr wert als drei Sätze Beschreibung. Es gibt ein Ablagefeld, in das Fotos auf drei Wegen hineinkommen: hineinziehen aus dem Explorer, über „Datei wählen“ oder aus der Zwischenablage.

Das Ablagefeld mit der Galerie darunter. Ein Klick auf eine Kachel öffnet das Bild groß.
Das Ablagefeld mit der Galerie darunter. Ein Klick auf eine Kachel öffnet das Bild groß.

Zwei Orte, mit Absicht getrennt

OrtGehört zuKommt in den Bericht
Prüfprotokollgenau dieser Prüfungja, als Fotodokumentation
Anlagenakte → Fotosdauerhaft der Anlagenein — Typenschild, Zugang, Standort

Beschreibung

Zu jedem Bild fragt das Programm nach einer Beschreibung und einer Kategorie. Das ist keine Formalie: ein halbes Jahr später ist ein Foto ohne Text nur noch ein Foto von einem Kasten. Bei mehreren Dateien auf einmal lässt sich die Angabe mit einem Haken für die übrigen übernehmen.

Grösse

Jedes Foto wird beim Ablegen auf 1600 Punkte lange Kante gebracht und als JPEG gespeichert — aus vier Megabyte Handyfoto werden rund 250 Kilobyte. Handyfotos werden dabei anhand der EXIF-Angabe aufgerichtet, sonst lägen sie im Bericht quer. Wie viel Platz alle Fotos zusammen belegen, steht unter Einstellungen → Ablage.

4 Berichte

Was in den Bericht kommt, welche Umfänge es gibt und wie der Sammelbericht für ein ganzes Gebäude entsteht.

4.1 Bericht erstellen

Im Programm: Messungen

Über „Bericht“ neben einer Messung öffnet sich das Formular. Links die Angaben, rechts eine Vorschau dessen, was in den Bericht kommt.

Links das Formular, rechts „Das kommt in den Bericht“ mit Kennzahlen, Protokollstand und Fotos.
Links das Formular, rechts „Das kommt in den Bericht“ mit Kennzahlen, Protokollstand und Fotos.

Umfang

UmfangWofürEnthält
KurzZwischenprüfungnur Auffälliges, keine vollständige Messpunkttabelle
Standardder RegelfallBewertung, alle Messwerte, Diagramme, Protokoll
AusführlichÜbergabe und Archivzusätzlich Batterie-Stammdaten mit Seriennummern

Format

FormatWann
Wordwenn der Bericht noch bearbeitet werden soll
PDFzum Weitergeben — entsteht ohne Word
Word und PDFbeides auf einmal

Das PDF entsteht standardmäßig ohne Word und sieht deshalb auf jedem Rechner gleich aus. Wer lieber das Bild der Word-Datei möchte, schaltet unter Einstellungen „PDF über Word erzeugen“ ein — dafür muss Word installiert sein.

Notizen je Messpunkt

Zu jedem Entladedurchgang lässt sich eine Notiz eintragen — „Start Betriebstest“, „Nach 30 Minuten“, „Ladevorgang“. Diese Texte werden zu den Spaltentiteln der Entladetabelle im Bericht.

4.2 Was im Bericht steht

Der Bericht ist immer gleich aufgebaut, damit man ihn nicht jedes Mal neu lesen muss.

  • Kopf mit Logo, Berichtstitel, Norm und Firmenangaben
  • Urteilskasten: bestanden, Auffälligkeiten oder außerhalb der Toleranz
  • Stammdaten der Anlage und der Prüfung, einschließlich AnlagenID
  • Messpunkttabelle mit Innenwiderstand, Spannung und Temperatur je Batterie
  • Entladetabelle mit den Durchgängen
  • Vergleich zur Vormessung — Veränderung des Innenwiderstands je Batterie
  • Entwicklung über alle bisherigen Prüfungen der Anlage
  • Diagramme
  • Prüfprotokoll mit Checkliste und Blatt 2
  • Fotodokumentation mit Beschreibung und Aufnahmedatum
  • Unterschriftsblock

4.3 Sammelbericht je Gebäude

Im Programm: Objekte & Anlagen

Über „Sammelbericht“ am Objekt entsteht ein Dokument für das ganze Gebäude: je Anlage eine Zeile mit Zustand, Median und letzter Prüfung, dazu die offenen Mängel und Leuchtenstörungen.

4.4 Berichtsarchiv

Im Programm: Berichte

Jeder erzeugte Bericht wird festgehalten: Zeitpunkt, Anlage, Prüfer, Format und Ablageort. Das Archiv listet nicht die Dateien im Zielordner, sondern die Vorgänge — damit nachvollziehbar bleibt, dass ein Bericht erstellt wurde, auch wenn die Datei später verschoben wurde.

Das Archiv mit Öffnen- und Ordner-Knopf je Eintrag.
Das Archiv mit Öffnen- und Ordner-Knopf je Eintrag.

Steht in der Spalte „Datei“ nicht gefunden, liegt die Datei nicht mehr am festgehaltenen Ort. Der Eintrag bleibt trotzdem stehen. Wer aufräumen will, entfernt die fehlenden Einträge über den Verweis in der Kopfzeile der Karte.

5 Im Blick behalten

Was aussteht, was sich verändert und wann die nächste Prüfung fällig ist.

5.1 Dashboard

Im Programm: Dashboard

Die Startseite beantwortet vier Fragen: Wie steht der Bestand? Was war zuletzt? Was ist auffällig? Was steht an?

Kennzahlen oben, darunter letzte Messungen, Zustandsübersicht und Verlauf des Innenwiderstands.
Kennzahlen oben, darunter letzte Messungen, Zustandsübersicht und Verlauf des Innenwiderstands.

Zustandsübersicht

Der Ring zeigt alle Messwerte der jeweils letzten Prüfung je Anlage — nicht alle Messwerte aller Zeiten. Er beantwortet damit die Frage „wie steht der Bestand heute“.

Aufgaben & Hinweise

Hier sammelt das Programm, was Aufmerksamkeit braucht: Batterien über der Austauschgrenze, Messwerte ohne gültige Impedanz, nicht zugeordnete Messungen, überfällige Objekte, eine veraltete Sicherung.

5.2 Mängel

Im Programm: Mängel

Die Seite beantwortet die Frage, mit der eine Arbeitswoche anfängt: was steht noch offen? Sie sammelt Mängel aus den Prüfprotokollen und Leuchtenstörungen aus Blatt 2, über alle Objekte hinweg.

Filter oben, vier Kacheln, darunter die offenen Punkte mit Standzeit.
Filter oben, vier Kacheln, darunter die offenen Punkte mit Standzeit.

Die Standzeit ist die Aussage

Wie lange ein Punkt schon offen ist, steht in eigener Spalte und ist eingefärbt: über 180 Tage in Warnfarbe, über einem Jahr in Rot. Ein Mangel, der seit über einem Jahr steht, ist ein anderer Vorgang als einer von letzter Woche.

Erledigen

Eine Leuchtenstörung lässt sich hier direkt abhaken — das ist die häufigste Erledigung. Der Eintrag bleibt im Protokoll der damaligen Prüfung stehen, er zählt nur nicht mehr als offen. Ein Mangel wird im Prüfprotokoll der neuesten Messung abgehakt; der Knopf führt dorthin.

5.3 Historie und Anlagenakte

Im Programm: Historie

Unter „Historie“ steht der Innenwiderstand im Bestand — je Anlage auch über die Zeit. Die Anlagenakte zeigt dasselbe für eine einzelne Anlage, mit Reitern für Batterien, Fotos, Historie und Vergleich.

Die Akte einer Anlage: Stammdaten, Zustand, Messverlauf und alle Messungen.
Die Akte einer Anlage: Stammdaten, Zustand, Messverlauf und alle Messungen.

5.4 Batterien

Im Programm: Batterien

Zu jedem Messplatz lassen sich Typ, Seriennummer, Kapazität und Einbaudatum hinterlegen. Aus dem Einbaudatum errechnet das Programm das Alter; ein Austausch wird mit alter und neuer Seriennummer festgehalten und ergibt die Standzeit.

Stammdaten je Messplatz, mit Alter und Historie.
Stammdaten je Messplatz, mit Alter und Historie.

Die Stammdaten lassen sich auch als CSV einlesen — praktisch bei einem Komplettaustausch. Leere Felder in der CSV überschreiben vorhandene Werte nicht.

5.5 Fälligkeiten und Kalender

Im Programm: Dashboard

Das Prüfintervall hängt am Objekt, nicht an der einzelnen Anlage; voreingestellt sind zwölf Monate. Aus der letzten Prüfung und dem Intervall ergibt sich die Fälligkeit. Auf dem Dashboard stehen alle Objekte mit Status: überfällig, in den nächsten 60 Tagen, im Turnus.

Export in den Kalender

Über „in den Kalender“ entsteht eine ICS-Datei: je Objekt ein ganztägiger Termin auf dem Fälligkeitstag, mit Erinnerung 30 Tage vorher. Outlook, Thunderbird und die Kalender-App lesen sie gleichermaßen.

  • Keine Serie. Ein Termin „alle zwölf Monate“ läge nach der ersten vorgezogenen Prüfung dauerhaft daneben. Nach jeder Prüfung neu ausgeben.
  • Keine Dubletten. Die Kennung hängt am Objekt — beim zweiten Einlesen verschiebt der Kalender denselben Termin.
  • Überfälliges liegt auf heute. Ein Termin in der Vergangenheit erinnert an nichts; seit wann er offen ist, steht im Termintext.

6 Einrichten

Einmalige Angaben: Prüfer, Firma, Prüfpunkte, Ablage und Sicherung.

6.1 Prüfer und Unterschrift

Im Programm: Einstellungen

Ein Prüferprofil hält Name, Qualifikation und wahlweise ein Unterschriftsbild fest. Beim Bericht wird das Profil gewählt, und der Unterschriftsblock ist ausgefüllt. Ohne Profil bleibt er leer zum Unterschreiben von Hand.

Links Prüfer, Firma, Bericht und Prüfpunkte, rechts Version, Ablage und Angaben zum Programm.
Links Prüfer, Firma, Bericht und Prüfpunkte, rechts Version, Ablage und Angaben zum Programm.

6.2 Firma und Berichtsvorgaben

Im Programm: Einstellungen

Berichtstitel und Norm stehen im Kopf jedes Berichts. Die beiden Firmenzeilen erscheinen rechts daneben. Der Zielordner ist der Ort, an dem neue Berichte landen — voreingestellt der Downloads-Ordner.

Das Standardformat (Word, PDF oder beides) gilt als Vorgabe für jeden neuen Bericht und lässt sich im Formular jederzeit ändern.

6.3 Prüfpunkte anpassen

Im Programm: Einstellungen

Die dreiundzwanzig Punkte der Vorlage folgen DIN VDE 0108. Sie lassen sich ändern, ergänzen und abschalten. Ein abgeschalteter Punkt verschwindet aus neuen Protokollen, bleibt in den alten aber stehen — ein abgeschlossenes Protokoll darf sich nicht nachträglich ändern.

„Vorlage wiederherstellen“ stellt genau die Werksliste her. Bereits ausgefüllte Protokolle überlebt das unverändert.

6.4 Ablage, Sicherung und Netzlaufwerk

Im Programm: Einstellungen

Alle Daten liegen in einer einzigen SQLite-Datei, voreingestellt unter C:\ProgramData\ROHDE\Batteriebericht\messungen.db — bewusst außerhalb des Programmordners, damit sie Updates und eine Deinstallation überstehen. Darin stehen Messwerte, Gliederung, Stammdaten, Prüferprofile, Protokolle und Fotos.

Sicherung

Beim Start legt das Programm selbst eine Sicherung an, wenn die letzte älter als sieben Tage ist, und hebt die letzten zehn auf. Sie liegen im Unterordner „Sicherungen“.

Auf eine Freigabe legen

Die Ablage lässt sich auf ein Netzlaufwerk verlegen, damit mehrere Kollegen denselben Bestand sehen. Das Programm zeigt dann in den Einstellungen, wer sonst gerade darin arbeitet.

6.5 Aktualisierung

Im Programm: Einstellungen

Kurz nach dem Start fragt das Programm im Hintergrund beim Update-Server nach. Wie es steht, sagt der Anzeiger unten in der Seitenleiste, unterhalb der Versionsangabe:

AnzeigeBedeutung
Updateserver erreichbarAlles in Ordnung, diese Fassung ist die neueste.
Fassung X.Y.Z verfügbarEs liegt etwas Neues bereit. Ein Klick führt zu den Einstellungen.
Updateserver nicht erreichbarGerade keine Verbindung. Auf der Baustelle der Normalfall — deshalb grau und nicht rot.
Updateserver ohne FassungDer Server antwortet, es wurde dort aber noch nichts veröffentlicht.
Updatesuche ausIn den Einstellungen abgeschaltet.

Liegt eine neuere Fassung bereit, steht das zusätzlich als Hinweis auf dem Dashboard; unter „Version und Aktualisierung“ stehen die Änderungen und der Knopf zum Herunterladen.

Was das Programm tut — und was nicht

  • Es holt eine kleine Textdatei mit der neuesten Fassungsnummer und den Änderungen. Mehr wird nicht übertragen.
  • Es lädt nichts von selbst herunter. Das Herunterladen ist ein Klick, das Installieren ein zweiter.
  • Es meldet keinen Fehler, wenn der Server nicht erreichbar ist. Auf der Baustelle gibt es kein Netz — eine Fehlermeldung beim Start wäre dort nur lästig.

Was beim Update mit den Daten passiert

Nichts. Messwerte, Fotos, Protokolle und Einstellungen liegen unter C:\ProgramData und damit außerhalb des Programmordners. Ein Update tauscht nur das Programm aus.

Prüfsumme

Zu jeder Fassung nennt der Server eine SHA-256-Prüfsumme. Das Programm rechnet sie nach dem Herunterladen nach und verwirft die Datei, wenn sie nicht stimmt — eine abgebrochene Übertragung wird so erkannt, bevor jemand das Setup startet.

Abschalten oder umstellen

Die Adresse des Servers steht in den Einstellungen und lässt sich ändern. Ein leeres Feld schaltet die Suche ganz ab. Darunter gibt es weiterhin die Möglichkeit, einen Ordner anzugeben — etwa eine Freigabe wie \\server\software\Batteriebericht —, in dem neue Setups abgelegt werden. Das ist der Weg für Rechner ohne Verbindung nach draußen.

7 Wenn etwas nicht stimmt

Die Fälle, die in der Praxis vorkommen — mit Ursache und Abhilfe.

7.1 Das Gerät wird nicht gefunden

Im Programm: Vom Gerät laden

PrüfenAbhilfe
Läuft Fluke Battery Management?Schließen. Es belegt die serielle Schnittstelle exklusiv.
Ist das BT521 eingeschaltet?Einschalten und einige Sekunden warten, dann erneut suchen.
USB-KabelAnderes Kabel oder anderen Anschluss probieren — manche Kabel führen nur Strom.
TreiberIm Geräte-Manager nachsehen, ob ein serieller Anschluss erscheint, sobald das Gerät angeschlossen ist.

7.2 Eine Messung fehlt

Im Programm: Messungen

Eine Messung, die keiner Anlage zugeordnet ist, taucht in der Liste „Messungen“ auf, aber nicht in der Anlagenakte und nicht im Sammelbericht. Unter „Objekte & Anlagen“ steht, wie viele Messungen noch offen sind; dort lassen sie sich zuordnen.

Kommt die Messung gar nicht an, hilft der Import aus Fluke Battery Management: dort ist sie meist schon gespeichert.

7.3 „Nicht messbar“ bei vielen Batterien

Das Programm erfindet keine Werte. Steht bei einer Batterie „nicht messbar“, hat das BT521 keinen gültigen Innenwiderstand geliefert. Typische Ursachen:

  • Messleitungen saßen nicht sauber auf den Polen
  • die Messung wurde abgebrochen, bevor der Wert stand
  • der Messbereich am Gerät passte nicht zum Batterietyp

Solche Werte zählen weder als bestanden noch in den Median. Im Bericht steht ausdrücklich, wie viele fehlen — nachmessen ist die einzige Abhilfe.

7.4 Zwei Anlagen mit demselben Namen

Im Programm: Objekte & Anlagen

Wenn derselbe Anlagenname unter zwei Gerätenummern auftaucht, meldet das Programm das als Auffälligkeit. In der Praxis heißt das fast immer: am Gerät wurde beim Einrichten dieselbe Bezeichnung zweimal vergeben. Die richtige Anlage lässt sich umbenennen — die Messungen bleiben daran hängen.

Ähnlich der Hinweis „zwei von zweiunddreißig Batterien gemessen“: die Anlage ist am Gerät mit zweiunddreißig Messplätzen angelegt, gemessen wurden aber nur zwei. Meist ein vertippter Messplatz.

7.5 Der Bericht sieht anders aus als erwartet

Im Programm: Berichte

BeobachtungUrsache
Wenige Messwerte in der TabelleUmfang steht auf „Kurz“ — der zeigt nur Auffälliges.
Kein Abschnitt „Entwicklung“Es gibt weniger als zwei auswertbare Messungen der Anlage.
Kein Vergleich zur VormessungDie Messung ist keiner Anlage zugeordnet.
Keine DiagrammeUnter Berichte → Diagramme ist nichts ausgewählt.
Kein PrüfprotokollZu dieser Messung wurde noch keine Checkliste bearbeitet.

7.6 Ein Bericht lässt sich nicht öffnen

Im Programm: Berichte

Steht im Archiv „nicht gefunden“, liegt die Datei nicht mehr am festgehaltenen Ort — verschoben, umbenannt oder gelöscht. Der Bericht lässt sich jederzeit neu erzeugen; die Messwerte sind unverändert da. Karteileichen entfernt der Verweis in der Kopfzeile des Archivs.

7.7 „Unbekannter Herausgeber“ beim Installieren

Windows warnt bei jedem Programm ohne Code-Signatur. Für ein internes Werkzeug ist das vertretbar, solange bekannt ist, woher die Datei kommt. Wer die Warnung loswerden will, braucht ein Code-Signing-Zertifikat; die Einzelheiten stehen in FUER-DIE-IT.md.

8 Begriffe

Was die Wörter bedeuten, die im Programm und im Bericht vorkommen.

8.1 Begriffe von A bis Z

BegriffBedeutung
AnlageEin Notlichtgerät innerhalb eines Objekts.
AnlagenIDDie Nummer am Notlichtgerät. Sie kommt aus dem Feld „Gerätename“ des BT521 — nicht dessen Seriennummer.
EntladeschlussspannungKleinste Spannung, die ein 12-V-Block während der Entladung erreichen darf.
FälligkeitLetzte Prüfung plus Prüfintervall des Objekts.
InnenwiderstandWiderstand der Batterie in Milliohm. Steigt er deutlich, altert die Batterie.
MedianDer mittlere Wert einer Anlage. Robuster als der Durchschnitt: ein einzelner Ausreißer verschiebt ihn kaum.
MessplatzDie Position einer Batterie in der Anlage, durchnummeriert.
Nicht messbarDas Gerät konnte keinen Innenwiderstand erfassen. Kein Messwert, sondern dessen Fehlen.
ObjektGebäude oder Kunde. Trägt das Prüfintervall.
Quartil25 % der Werte liegen unter dem 25-%-Quartil, 75 % unter dem 75-%-Quartil. Zeigt die Streuung.
StandzeitWie lange ein Mangel schon offen ist, in Tagen seit der ersten Feststellung.
VormessungDie vorherige Prüfung derselben Anlage. Grundlage des Vergleichs im Bericht.

8.2 Tastatur und Bedienung

WoTasteWirkung
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